EMBODIMENT.
ME AS
A STRANGER
IN INDIEN.

Author: Eugenia Gorchakova

Delhi ist nun keine Unbekannte mehr, kein “stranger”.

… An die alltäglichen Kontraste gewöhnst du dich allmählich, lernst Geduld. Vom sauberen westlichen Flughafen führte es uns in Hitze, Staub und Lärm der nächtlichen Hauptstadt. Ungewöhnliche Gerüche, höfliche Leute und Chaos der Verkehrsmittel. Lächelnde Schönheiten von Reklame-Tafeln und Kinder-Bettler. Bettenlager der Slums unter den Brücken und in der Mitte der Hauptstraßen. Stinkender Müll und angenehme Kälte der Metro …

Das Leben ist anders in einem Land, wo die Tradition des Glaubens an den kosmischen Geist lebendig ist. Den Zugang zur Spiritualität ermöglichen viele Götter, an der Spitze: Brahma, Vishnu und Shiva. Die Aufgaben sind verteilt: Vishnu steht für Erhaltung. Shiva zerstört, um einen Neuanfang zu ermöglichen, Brahma ist für die Schöpfung zuständig. Die gegensätzlichen Werte gehen eine einander ergänzende Verbindung ein. Friedlich, scheinbar unbesorgt sind die Menschen im kontrastreichen Indien.

Shankar Barua, der uns zu den 7. CEC Begegnungen (http://carnival-of-ecreativity) eingeladen hat, ist nicht religiös, aber er lebt diese Kontraste. Immer sieht er Indien in Bezug auf die globale Situation. Kunst versteht er breit – es ist „creating anything“. Von sich selbst sagt er: „I am a gap-filler“, weil in Indien Kreativität noch nicht entwickelt und gefördert ist. Immer wenn etwas mit Erfolg erreicht worden ist, gibt er seine Beteiligung auf, zieht sich zurück, um wieder von Null etwas Neues zu beginnen. Früh hat er erkannt, dass der Computer einen neuen gemeinsamen Raum schafft und ein Instrument ist, das vieles kann, aber auch ein Sucht-Potenzial in sich trägt. Als die größte Gefahr des Informations-zeitalters bezeichnet er die Trennung von Kopf und Hand. Deswegen war einer der wichtigsten Begriffe des Festivals „Embodiment“ – Verkörperung. Pardon, nicht Festival, sondern Carnival, er macht da einen grundsätzlichen Unterschied. Weil beim Festival jeder für sich steht, Begegnungen und Diskussionen formalisiert sind oder einfach dem Zufall überlassen werden. In seinem “Carnival” geht es um einen Dialog, der die Beteiligten verändern soll, Verbindungen schaffen möchte, um neue „Verkörperungen“ und Kooperationen entstehen zu lassen. Wie ein Wurzelstock (Rhisome).
Shankar musiziert, produziert Filme, schreibt Bücher, fotografiert, konsultiert, publiziert, kocht den besten Kaffee, baut ein Haus … Sein aktuelles Hauptkunstwerk allerdings ist heute der CEC. Er will eine Form schaffen, die aus sich selbst weiter lebendige Kräfte entwickelt und ihn überflüssig macht. Deswegen hat er nach drei erfolgreichen Ausgaben in Delhi (der CEC wurde in der „Times of India“ als eines der zehn besten Festivals genannt) nun einen neuen Ort gefunden – nicht in der Stadt, wo viel Zerstreuung herrscht, sondern in einem Ort der Anstrengung – einem Ashram, ein klosterähnliches Meditationszentrum. Sattal Estate liegt im Norden, in den Bergen vor dem Himalaya – acht Stunden Autofahrt von Delhi.
Wie ist es zu dem bunten Crossover aus Künstlern, Ingenieuren, Designern, Architekten, Sozialarbeitern, Pädagogen, Musikern, Performern, Sängern und Tänzern gekommen? Mit Erfolgen als Fotograf, Journalist und Kurator ist Shankar in Indien bekannt geworden und war vom Goethe-Institut nach Deutschland eingeladen worden. Dort interessierte er sich besonders für neue Medien, was nach indischem Verständnis noch nicht zum Kanon der Kunst gehörte. Es gibt zwar eine kleine Szene um das berühmte Raqs Media Collective in New Delhi, das an der Documenta 11 teilgenommen hatte. Aber bis heute zeigt das Museum der zeitgenössischen Kunst in Delhi nicht eine einzige Arbeit aus dem Bereich der neuen Medien. Die Reise in den Westen hat Shankar zu dem Schluss gebracht: es werde sich in Indien nicht viel ändern, wenn nur Einzelne die Möglichkeit haben, die westliche Entwicklung zu erleben. Für ihn bestand eine Chance darin, Künstler nach Indien einzuladen. So konnten viele Inder einen unmittelbaren Kontakt aufbauen und so das Interesse an neuen Medien nicht nur bei Künstlern entwickeln.
Den “Carnival” organisiert er mit eigenen Mitteln, um unabhängig von Sponsoren zu sein. Sein Ziel ist es, ein Netzwerk für Forschung und Innovation zu initiieren – für eine bessere Zukunft.

Auf dem “Carnival” trafen wir die Tanz- und Multimedia-Performerin Maida Withers aus New York. Ihre Arbeit ist inspiriert von John Cage, Merce Cunningham und Mary Wigman. Sie hat Tanzgeschichte geschrieben und ist mit ihren achtzig Jahren ein wichtiger Teil der fundamentalen Revolution der Tanzes in Amerika geworden. Arun Mehta aus Delhi, der für Stephen Hawking Computer-Programme entwickelt hat, sprach über eine von ihm gegründete Gesellschaft, die neue Medien für behinderte Kinder einsetzt. Bettina Wenzel (Köln), die den Lärm der Strassen in ihren musikalischen Performances integriert und ein neues Gefühl für Klang entwickelt hat, hat mit indischen Künstlern improvisiert. Die Kolumbianerin Maria Muñoz thematisierte ein großes Problem: Rohbaumwolle ist das Gold Indiens, aber die Erträge gehen an westliche Firmen. Die schwere Arbeit der Inder, hauptsächlich Frauen, wird nur minimal entlohnt. Selbstmord ist in diesem Kontext alltäglich geworden… Wir hörten den Medienkünstler, Musiker und Ingenieur Dmitry Morozov (Moskau), der uns mit seiner Musik in die Zukunft versetzt. Er konstruiert seine Apparate selbst und stellt sie auch anderen Künstlern zur Verfügung, wie beispielsweise Lionel Dentan (Delhi), einem gebürtigen Schweizer, der diese Instrumente in seinen experimentellen Multimedia-Performances einsetzt. Wir haben auch Frieder Nakes Student Hemant Sreekumar getroffen, der in Delhi mit computergenerierter Musik und Videos experimentiert. Aparna Panshikar ist eine von vielen indischen TeilnehmerInnen, die klassische indische Musik in unsere Zeit übertragen.

„Wir laden Leute ein nicht, weil wir sie oder ihre Kunst mögen. Wir suchen Leute, die in ihrer Umgebung Respekt erworben und Interesse an der medialen Entwicklung in der Welt haben. Wir versuchen Kontinuität zu schaffen, viele Gäste kommen regelmäßig, aber immer mit neuen Projekten. Und sie geben ihre persönlichen Empfehlungen, um den Carnivall zu erneuen.
Die Medien haben so großen Einfluss auf die Menschen, dass sie die Spezies Mensch in Zukunft verwandeln werden. Sie machen es schon jetzt. Sie sind unsere neuen Organe; sie werden vielleicht den Geist unsterblich machen.“ so benennt Shankar sein Vision.

Unser Experiment hat die Menschen bewegt. Im Projekt „Under a hat. Me as a stranger“ geht es um die Frage nach der Identität als Relationsbegriff. Im Zentrum steht der Moment, in dem eine Verbindung zwischen dem Ich und dem Anderen verinnerlicht wird. Menschen werden gebeten eine fremde Kopfbedeckung aufzusetzen und über die eigene Befindlichkeit zu sprechen. Diesen Vorgang haben wir gefilmt. (http://me-as-a-stranger.de)
Aus Interviews:
S. (mit Polizeihut): “Es gibt verschiedene Arten der Macht. Polizei, militärische Macht ist sehr primitiv. Solche Macht zerstört das Selbst. Wir werden wirklich manipuliert… Ich denke und hoffe, ich habe meinen Anteil an der geistigen Macht. Sie ist in uns selbst, aber wir müssen ihr die Grenzen selbst setzen…“

S. (mit modischen Hüten): „Ich bin mit mir überhaupt nicht zufrieden. Ich wünsche mir, besser auszusehen, dass ich größer wäre, kräftiger, gesünder. Ich wünsche mir, dass ich einen schärferen Verstand hätte, eine bessere Imagination…. ich wünsche mir, dass ich besser Gitarre spielen könnte … Aber das alles macht mich nicht unglücklich. Es ist meine Last…”

B. (mit Marinemütze der US-Army): „Es ist nur die Uniform, nicht meine Person. Uniform schützt, aber in Anbetracht der deutschen Geschichte müssen wir ständig reflektieren, was für eine Macht wir bekommen. Ist sie gerechtfertigt? Wie stark äußere Verkleidung wirkt – dass ist sehr gefährlich und kann immer missbraucht werden. Es bringt mich in einen Konflikt, weil ich nicht weiß, was ich machen werde, wenn ich diese Macht habe.“

Obwohl Vijay Patni, Manager der Sattal Ashram, dort wohnt, geht er drei bis vier Mal im Jahr für einige Tage in einen der Bungalows, um in Zurückgezogenheit Ruhe neu zu erleben. Er schreibt dort Gedichte. Sein Pseudonym ist Fakir. Vijay glaubt an Magie.
V. (mit einem Zylinder): „Wenn ich einschlafe, sterbe ich, wenn ich aufstehe, bin ich neu geboren – das ist die größte Magie. Die einfachsten Dinge im Leben – das ist Magie.“

Aufgehen der Sonne, Zwitschern der grünen Vögel, warme Chappati (indisches Brot) mit Kaffee am Morgen, ein dem Kolosseum ähnliches Gebets Zentrum unter dem Himmel beim blauen See in der Bergen (Sattal bedeutet 7 Seen), ein Leopard, der im Dunkel unsere Autofahrt kreuzt, oder eine wendige Python… das war für uns Magie.
Wie auch Jageshwar mit hundert Tempeln. Dafür hatten wir einen Tag geplant, um mindestens Teile davon zu besuchen. Wir waren überrascht, alle Tempel in einem kleinen Ort im Wald zu entdecken, direkt an der Straße. Um auf das Gelände zu kommen, muss man die Schuhe ausziehen. Der kalte Boden war nicht einladend. Fremd waren die Dutzend dicht gestellten undurchdringlichen Türme aller Größen. Wie soll man sie verstehen? Allgegenwärtige Affen waren interessanter. Und Rituale, halb gesungen – halb gesprochen von einer Runde Männer. Allmählich gewöhnten wir uns. Sind es die vielen Götter? Die Tempel lassen die Menschen nicht hinein. Sie stehen vor dir wie Außerirdische. Sie sind da – die Männer in der Runde wissen, wie mit ihnen zu sprechen ist…
Wir dachten, für den zweiten Tag vorbereitet zu sein. Wieder Überraschung. Ganz in der Nahe vom Ashram hält unser Fahrer schon an. Von der Straße sehen wir Trauben von Glocken. Hier kann jeder mit den Göttern kommunizieren, seine Ankunft mit einer Glocke ankünden. Eine Schar von gut erzogenen Schülern starrte nicht auf uns – sie begrüßten die Statuen. Alles unter offenem Himmel im Einklang mit der Natur. Der Ghorakhal Tempel wird Tempel der Million Glocken genannt.

Mit Shazeb, (28 Jahre, Bombay, Co-Kurator des CEC), sind wir zurück nach Delhi gefahren. Selbst Poet, Musiker und Künstler, hat er während des Karneval mit großer Ruhe alle technischen und organisatorischen Aufgaben gemeistert. Es war keine Zeit für Gespräche. Jetzt im Auto hat er sein Buch mit Gedichten und Bildern aus der Tasche geholt und über die epische multi-media Opera, an welcher er seit 3 Jahren arbeitet, erzählt. In muslimischer Familie in Bombay aufgewachsen, ist er wie Shankar nicht religiös, aber der Geist ist in seinem Wesen präsent – das gibt ihm innere Ruhe. Ein Hut-Interview hat er uns im Hotel „Blessings“ in Delhi gegeben: „Es ist nicht wesentlich, welcher Religion die Leute angehören, das trennt Leute unnötig voneinander – in Zukunft werden äußerliche Merkmale nichts bedeuten. Ohne Symbole der Macht oder Religion, werden Leute statt Konfrontationen miteinander reden, diskutieren.“ So der zukünftige Nachfolger Shankars.

Ich habe beinahe vergessen zu erzählen, dass wir ein Erdbeben erlebt haben – das war in 4 turbulenten Tagen in Delhi eine “Kleinigkeit”. Dort verkörperten wir selbst vieles: Künstler, Beobachter, Kunden, Freunde, unbeholfene Touristen, exponiert für die Überredungskunst dortiger „Vermittler”, die besser wüssten, was wir brauchen. Und immer Spiegel füreinander. Vielleicht ist solch ein Verbindungsnetz, was Leute Geist nennen?

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EMBODIMENT.
ME AS
A STRANGER
IN INDIEN.

Author: Eugenia Gortchakova
(translation from German – E.G., Shazeb Arif S)

Now Delhi is no more a stranger.

…you get used to the extreme contrasts day after day, bit by bit, and learn patience, of an unusual kind. From the sparkling clean luxurious airport to the dust and noise of the capital, we experienced two worlds en-route to our hotel – strange smells, polite people and chaotic transport, all in a breath. Smiling beauties on billboards through the windshield and beggar-children tapping on the car window. Slums under bridges in the middle of the roads living amongst stinking garbage in the pleasant cold. The paradoxes never stopped to amaze.

Life is probably meant to be different in a land where tradition and belief lie in the cosmic spirit. Many gods allow access to spirituality: Brahma, Vishnu and Shiva. Their tasks are distributed: Vishnu stands for preservation. Shiva destroys for a new beginning and Brahma is responsible for creation. The contradicting values are all connected complementing each other. But the people are peaceful and apparently almost unconcerned in varying contrasts across India.

Shankar Barua, who invited us to the 7th Annual Carnival of eCreativity or CeC (pronounced as ‘Sek’ – http://carnival-of-ecreativity), is not religious, but he lives within these contrasts. He has always seen India in relation to the global situation. He understands art broadly — it is “creating anything”. He says about himself: “I am a gap-filler” because in India creativity is not developed in a global context yet and not promoted for a balanced future. Whenever he finds success, he gives all up, withdraws and begins something new from scratch. He has recognized that the computer creates a new common space and is an instrument that can do a lot, but also carries in itself a potential for addiction potential. He believes the biggest danger in the age of information is the separation of the head from the hand. That’s why one of the most important concepts of the festival is “Embodiment”. Pardon me, not festival, but Carnival, which itself makes a certain difference to him. Because in the festival everybody stands for himself, meetings and discussions are formalized or simply left to chance. His ‘Carnival’ it is about a dialog which should change the involved participants, create connections that result in new “embodiments” and co-operations. Like a rhizome.

Shankar makes music, produces films, writes books, takes photos, consults, publishes, cooks the best coffee, builds a house… Today, however, his own primary composition of art is CeC. With it, he has created a form which develops living forces out of itself rendering him as superfluous. After three successful issues of CeC in New Delhi (CeC was acknowledged by “Time Out” as one of ten most significant festivals in India), he has found a new place — not in a buzzing town with a lot of distractions, but in a place of a certain strain —an Ashram, a meditation center similar to a cloister. Sattal Estate, the current venue of CeC lies in the foothills of the Himalayas – an eight hour drive away from New Delhi.

How has CeC come to become this essential Crossover of artists, engineers, designers, architects, social workers, pedagogues, musicians, performers, singers and dancers? With success as a photographer, journalist and curator, Shankar has come to be known in India and had been invited in the past by Goethe-Institute to Germany. There he was interested especially in exploring new media that did not belong yet to the canon of art, according to Indian understanding. Till today, the museum of the Contemporary Art in Delhi hardly puts up new media projects. The trip in the west brought Shankar to the conclusion: if only some single artists have the possibility to experience the western development, not much will change in India. It is much more productive to invite western artists to India. Thus many Indians can meet and work not only with artists from other countries but also across the range of the empowerment that is needed in India to develop interest in new media.

He organizes the ‘Carnival’ with his own means not depending on sponsorships. His purpose is to initiate a network for research and innovation — for a better future.

During the ‘Carnival’ we met the dance and Multimedia-Performer Maida Withers from New York. Her work is inspired by John Cage, Merce Cunningham and Mary Wigman. She has been an important part of the dance revolution in America. Arun Mehta from Delhi, who has developed for Stephen Hawking spoke about a society founded by him which uses new media for handicapped children. Bettina Wenzel (Cologne), who has integrated the noise of the streets in her musical performances and has developed a new feeling for sound, has improvised with Indian artists many times in the past. The Colombian performance-artist Maria Muñoz decided to pick out as a central theme, a rather big problem: Raw cotton is the gold of India, but the yields go to western companies. The hard and heavy work of the Indians, primarily women, is paid for only minimally. Suicide has become a daily occurrence in this context. We heard the media artist, musician and engineer Dmitry Morozov (Russia) whose music transported us into the future. He constructs his apparatuses and also makes them available to other artists, as for example, Lionel Dentan (Delhi), born in Switzerland, who used these instruments in his experimental multimedia performances at CeC. We also met Frieder Nakes’ student Hemant Sreekumar who experiments in Delhi with computer-generated noise and visualization. Aparna Panshikar is one of many Indian participants who experiments with classical Indian music.

“We do not invite people because we like their art. We search for people who have acquired respect in their space and are interested in the media. We try to create continuity; many guests come regularly, but always with new projects. And they give their personal recommendations to develop the Carnival. Media have such big influence on the people that they will transform the human species in the future. Already it is happening. These are our new organs; maybe they will make the mind immortal”, this is Shankar’s vision.

Our own experiment moved the people. Our project, “Under a hat. Me as a stranger” is about the question of identity wrapped in a concept of association. In the center of this project stands the moment at which a connection between the others and me is internalized. People were asked to put on a foreign headgear and to speak about the associations they feel while having it on. We have filmed this process. (http://me-as-a-stranger.de)

Here are come excerpts from the interviews:
S. (with a police hat): “There are different kinds of power. Police, military power is very primitive. Such power destroys us. We are really manipulated… I think and hope, I have my share in the spiritual power. It is in ourselves, but we must put borders to it…”

S. (with stylish woman hat): “I am not content with myself at all. I long for looking better, that I would be bigger, stronger and healthy. I wish that I would have a sharper mind, a better imagination. I wish that I could better play the guitar… But all that makes me not unhappy. It is my burden…”

B. (with naval cap of the US-Army): “It is only the uniform, not my person. Uniform protects, but in consideration of the German history we must reflect constantly what kind of power we get. Is it justified? How strongly such external symbols work! That is very dangerous and can be always abused. It brings me in a personal conflict because I do not know what I will do if I have this power. “

Although Vijay Patni, manager of the Sattal Ashram, lives there, he goes three to four times in the year for some days to one of its bungalows to experience quietness in retreat. He writes poems. His pseudonym is fakir. Vijay believes in magic.
V. (with a cylinder): „ If I fall asleep, I die if I get up, I am a new born — this is the biggest magic. The easiest things in life – this is magic. “

Sunrise, twittering of the green birds, warm Chapati (Indian bread) with coffee in the morning, a prayer place, similar to the Coliseum, under the sky, wrapped in the mountains (Sattal signifies 7 lakes) by a blue lake, a leopard crossed our driving path in the darkness, and a python as rapid as it is… this was magic for us.

So was Jageshwar with its hundred temples. We had scheduled a day to explore at least some parts of it. We were surprised to discover all temples in a small place in the woods, not too far away from a street. One must take off the shoes to enter and the cold ground was not inviting. Dozens of impenetrable towers of all dimensions, close to each other seemed very strange for us. How should one understand them? Omnipresent monkeys were more interesting. And rituals, half chanted — half spoken by a group of men, sitting around a fire. By and by we got used to the place. Are these the many gods? The temples do not let the people in. They stand before you like aliens. They are there but only the men in the circle know how to contact them…

We thought to be prepared for the second day. Again, surprise hit us habitually. Our driver stooped not far from the Ashram. From the street, we saw bells hanging like a bunch of grapes. In this place of worship however, everybody can communicate with the gods, informing their arrival with a bell. A crowd of well educated pupils did not stare at us like a lot of people — they greeted the statues instead. The Ghorakhal temple under an open sky in harmony with nature is called the temple of million bells.

With Shazeb, (28 years, Bombay, Co-curator of the CeC), we drove back to New Delhi. A poet, musician and artist, he mastered technical and organizational problems at the carnival with a quietness never heard before. There was no time for conversations in that state for him. Now in the car he has the real time to share – a book with his poems, sketches and pictures. He told about the epic multimedia opera, he is working on since 3 years. Grown up in a Muslim family in Bombay, he is not religious, but the spirit is present in his being — this gives him internal quietness. He gave us an interview at the hotel “Blessings” in Delhi: “It is not essential to which religion people belong to, this separates people unnecessarily from each other — in future exterior signs will signify nothing. Without symbols of power or religion people will talk instead of confronting each other.” Such is the future thought by Shankar’s successor.

I had nearly forgotten to say that we experienced an earthquake — this was in 4 tumultuous days in Delhi, just a ‘little thing’. We ourselves had embodied a lot: Artists, observers, customers, friends, clumsy tourists, exposed to the power of persuasion from the “mediators” who always seemed to know better what we need. And always be mirrors for each other. Maybe this net of connections is what people call “spirit”?